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Joblooping 2026 – ein voller Erfolg!

„Wir haben beim Programm des Joblooping viel gelernt und hatten alle sehr viel Spaß im Europa-Park“, bilanzieren Hannah und Finja, zwei Teilnehmerinnen beim Joblooping 2026.


Vom 15. bis 18. Juni 2026 fand in diesem Jahr das Seminar zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit einer Hörschädigung rund um den Europa-Park statt. Bereits zum 13. Mal organisierten die sonderpädagogischen Dienste des BBZ Stegen sowie der Paulinenpflege Winnenden diese einzigartige Veranstaltung mit dem Ziel, kommunikative Barrieren abzubauen, neue Perspektiven zu eröffnen und junge Menschen mit Hörschädigung auf ihrem Weg ins Berufsleben zu stärken.
In einer beeindruckenden Umgebung präsentierte Joblooping ein breit gefächertes Workshop-Programm – praxisnah, inklusiv und zukunftsorientiert. Die 23 Teilnehmenden konnten gezielt ihre Fähigkeiten stärken – etwa in den Bereichen erfolgreiche Kommunikation, Bewerbungstraining oder Erprobung der neuesten Hörzusatztechnik. Sie erhielten Einblicke in verschiedene Berufsfelder sowie das Studieren mit Hörschädigung. Bei einem Praktikumstag erkundeten sie den Arbeitsalltag und konnten direkt viele der neu erworbenen Kompetenzen anwenden.
Gerade für junge Menschen mit Hörschädigung ist eine gezielte Berufsorientierung entscheidend. Eine Hörschädigung kann auch mit bester Hörtechnik nicht vollständig ausgeglichen werden. Daher gibt es immer wieder kommunikative Hürden, Einschränkungen und Schwierigkeiten für hörgeschädigte Menschen. Joblooping bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen, kommunikative Kompetenzen zu erweitern, Vorbilder kennenzulernen und berufliche Optionen realistisch einzuschätzen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekommen Hinweise, wer sie auf dem Weg in den Beruf unterstützen kann und an wen sie sich wenden können.
Salome Heiniger aus der Schweiz beschäftigt sich gerade wissenschaftlich mit dem Übergang in den Beruf bei Jugendlichen mit einer Hörschädigung und hat das Seminar beobachtet. Ihr Fazit: „Ich war gespannt zu sehen, was in diesen vier Tagen geschieht. Allerdings war ich nicht darauf vorbereitet, mit wie viel Freude, Engagement und Herzblut diese Tage gestaltet werden. Es war einfach so toll zu sehen, wie viel wertvoller Inhalt, aber auch persönliche Erlebnisse in den vier Tagen möglich waren.“
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Sponsoren, dem Europa-Park für die umfangreiche Unterstützung und den eindrucksvollen Rahmen, den Referierenden sowie den verschiedenen Betrieben der Tagespraktika. Ihr Engagement trug maßgeblich dazu bei, die Teilnahme für die Jugendlichen kostenfrei und barrierearm zu gestalten.
Und was hat den Jugendlichen rückblickend besonders gefallen? „Dass ich mich mit anderen Jugendlichen austauschen konnte und alle Verständnis für meine Hörschädigung hatten - bisher war ich mit meinen Problemen alleine. Die Workshops, die Rückmeldung zu meiner Bewerbungsmappe und die Zeit im Europa-Park – eigentlich fand ich alles gut!“
Dann steht einem schwungvollen Start in die berufliche Zukunft ja nichts mehr im Wege!