BBZ Stegen

Beyond Borders

bb

Mittwoch, 6.6. um 14 Uhr im BBZ:

Vorführung von Filmausschnitten mit anschließender Diskussion

mit Corinna Rauer (Beyond Borders)
und Veit Cornelis (RESQSHIP)

Interessierte Schüler*innen ab G9
bitte bei Frau Faßbender anmelden

Worum geht es in dem Projekt?
Wir wollen nicht akzeptieren, dass Menschen weiterhin an ‚unseren' Grenzen sterben und Leid erfahren. Es gibt bereits viele tolle Dokumentarfilme, die persönliche Geschichten zeigen. Wir sind jedoch der Ansicht, dass es dringend notwendig ist, die Geschichte der EU-Außengrenzen im großen Gesamtzusammenhang zu erzählen und Gründe aufzuzeigen, wieso es seit über 25 Jahren immer wieder zu humanitären Notfällen an verschiedenen ‚Hotspots' kommt.
Wir haben im Sommer 2017 eine dreimonatige Recherchereise zu einigen der Krisenherde unternommen, um uns selbst ein Bild von den Auswirkungen der EU-Grenzpolitik zu machen und haben dabei bereits 60 Stunden Filmmaterial gesammelt. Konkret haben wir an einer NGO-Rettungsmission in einem kleinen Kutter vor der libyschen Küste teilgenommen. Wir reisten nach Nordmarokko und Ceuta. Wir fuhren entlang der Westbalkanroute durch Serbien nach Nordgriechenland und besuchten die Insel Chios in der Ägäis vor der türkischen Küste.
In unserem Film möchten wir erläutern, warum Migration durch verstärkte Grenzsicherung nicht gestoppt werden kann und wird. Mit genügend Funding werden wir effektive Entwicklungsprojekte anschauen, sowie die Rolle der Sicherheits- und Rüstungsindustrie, welche viel Geld mit Grenzsicherung macht und zugleich in Beratergremien der EU sitzt, genauer betrachten.
Nur indem wir die zugrunde liegenden Mechanismen wiederkehrender humanitärer ‚Krisen' aufzeigen, können wir auch eine Diskussion über humane alternative Optionen für Migrations- und Grenzmanagement in Gang bringen. Solche Optionen sollen im Film vorgestellt werden, um eine nachhaltige Veränderung anzustoßen.

Wer steht hinter dem Projekt?
Hinter diesem Projekt stehen zwei motivierte Idealisten, die glauben, dass jeder seinen Teil dazu beitragen kann, diese Welt ein bisschen gerechter zu gestalten: Corinna Rauer (31 Jahre) ist Ethnologin, die in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit arbeitete und ihren Job aufgeben hat, um 100% für diesen Film zu geben. Dschafar El Kassem (35 Jahre) bringt seine Erfahrung als Filmemacher mit ein. Er ist seit 2005 als lichtsetzender Kameramann in vielen Filmproduktionen (Spiel- und Kurzfilm, Dokumentationen und Werbe- und Imagefilm) in Deutschland und europaweit involviert. Es ist ihm wichtig, dieses dringende Thema in ästhetisch hochwertigen Bildern darzustellen, um den Film wirkungsvoll und für ein breites Publikum attraktiv zu machen.
 

Unterstützt von:
RESQSHIP e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, den wir als ehrenamtliche Helfer*innen im Juni 2017 gegründet haben. Zum Selbstverständnis unserer Crew gehört, dass die derzeitige Situation an den Außengrenzen Europas nicht akzeptierbar ist: Sie widerspricht dem Gedanken einer freien, offenen und toleranten Weltgemeinschaft, in der Menschenleben als wertvoll und schützenswert betrachtet wird.
Vor diesem Hintergrund versteht sich RESQSHIP als Verein für die zivile Seenotrettung: Es ist unsere humanitäre Pflicht, Menschen in höchster Not zu helfen und sie vor dem Tod durch Ertrinken zu retten. Solange die Ursachen für die Flucht nicht beseitigt worden sind, werden Menschen auf dem Mittelmeer sterben.