Über uns

Eltern über das BBZ

Familie Dr. A. (Realschule)

Sehr geehrter Herr Jacobs,

wie Sie wissen, verlässt meine Tochter zum Schuljahresende nach ihrem Realschulabschluss das BBZ Stegen.

Ich möchte mich bei Ihnen auf diesem Wege für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanken und wünsche Ihnen für Ihre persönliche und schulische Zukunft weiterhin viel Erfolg bei der Ausübung Ihres Amtes.
Außerdem möchte ich Ihnen auch noch meinen persönlichen Dank für Ihr Engagement als Schulleiter aussprechen. Sie und Ihr Kollegium sowie die Internatsleitung haben die ganzen Jahre, die meine Tochter bei Ihnen am BBZ war, einen sehr guten Job gemacht. Meine Tochter hat sich im BBZ Stegen immer wohl und aufgehoben gefühlt. Sie hat damit – sowohl aus schulischer als auch aus persönlicher Sicht - einen wichtigen Grundstock für ihr weiteres privates und berufliches Leben legen können. Dafür möchte ich mich noch mal explizit bedanken, weil es nicht so selbstverständlich ist.

Abschließend möchte ich auch noch einmal betonen, dass ich sehr froh war, dass meine Tochter eine solche Einrichtung wie das BBZ Stegen besuchen konnte, in der sie – ihrer Behinderung entsprechend – adäquat beschult werden konnte. Dies wäre m. E. in einer Regel-Schule nach den heute intensiv diskutierten Vorstellungen mancher realitätsferner Politiker hinsichtlich Inklusion nicht möglich gewesen!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. B. A.

Herr A vor dem Abschluss seiner Tochter an der Realschule:

Warum habe ich mein hörgeschädigtes Kind im
BBZ Stegen angemeldet?

Vorbemerkungen:
J. wurde im November 1997 taub geboren. Sie bekam mit einem Jahr Hörgeräte, im Alter von 2 Jahren wurde sie einseitig implantiert. Mit 8 Jahren bekam sie auf der zweiten Seite ein CI.
Sie besuchte 2 Jahre eine Regelschule. Mitte der zweiten Klasse wurde deutlich, dass sie absehbar massive Probleme an der Regelschule bekommen würden. Tests ergaben eine Normalbegabung aber sie hat – neben den üblichen Problemen der Hörschädigung – zentralauditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen (ZAVWS) und eine verringerte Merkspanne.
Sie ging dann ab der 3. Klasse auf die Hörgeschädigten-Grundschule in H., wo sie sehr gut zurecht kam und abschließend die Realschulempfehlung bekam.
Sie besucht seit der 5. Klasse die Realschule des BBZ Stegen und wird diese Richtung Berufswahl mit dem Ende der 10. Klasse verlassen.

Argumente:

  • genau die richtige Beschulung für ein hörgeschädigtes Kind, weil
  • kleine Klassen
  • Schalloptimierte Räume
  • auf Hörgeschädigte abgestimmte Lehrmethoden (Unterrichtsdauer, Visualisierung) und Pädagogen!!!)
  • geschützter Raum, in dem sich die Kinder ohne Lästereien und Ausgrenzung, die sie im „normalen“ Leben ertragen müssten, entwickeln können, damit sie psychisch genug gestärkt werden, um sich später in der realen Welt behaupten zu können.
  • Vorhandensein aller weiterführenden und Durchgängigkeit der Schulformen: nach der Grundschule kann je nach Leistungsvermögen des Kindes das Gymnasium, die Realschule oder die Hauptschule besucht werden.
  • Möglichkeit des Wohnens im Internat. Soziale Kontakte innerhalb der Schüler sind möglich, was in einer Regelschule
  • Die Schule hat einen sehr guten Ruf! Das wussten wir schon, als wir noch in Hannover gewohnt haben.
  • Die Schulleitung hat ein klares Konzept und eine gute Organisation. Das haben wir bereits bei der ersten Informationsveranstaltung gemerkt.
  • Das Internat hat eine sehr gute Betreuung.

Fazit:
Wir sind sehr froh, dass es solche Einrichtungen wie das BBZ Stegen gibt, in der die Kinder die Chance bekommen, sich in einer geschützten Einrichtung vernünftig schulisch und menschlich zu entwickeln.
Erst wenn diese Entwicklung als Jugendlicher soweit gefestigt ist, können sich die Kinder später in der rauen Wirklichkeit behaupten. Dazu muss die „Schutzhaube“ nach und nach abgebaut werden. Inklusion in zu frühen Jahren führt meines Erachtens zur Isolation und nicht zur Integration.
Unser Kind hätte nie eine echte Chance an einer Regelschule gehabt – menschlich wie schulisch.
November 2013

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Mutter von M. (Realschule)

Das Bemühen der Lehrkräfte einer allgemeinen Schule kann nicht die besondere Förderung einer Sonderschule ersetzen. Hier geben Fachkräfte Hinweise auf die Probleme, wenn z. B. ein Hörgerät nicht richtig funktioniert oder die Versorgung mit diesem nicht ausreichend ist und eine CI-Implantation diskutiert werden sollte.

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Vater von A. (Gymnasium)

Die ehemaligen Schüler des BBZ Stegen haben mir und anderen Eltern über die breite Angebotspalette sowie ihre anschließenden beruflichen Erfolge aufgrund der dort erfahrenen Bildung berichtet und uns überzeugt.

Vater von S. (Realschule)

Die Lehrkräfte der allgemeinen Schule berücksichtigten die Probleme Hörgeschädigter zu wenig und die Klassen sind viel zu groß, damit Hörgeschädigten optimale Wahrnehmungsbedingungen und eine individuelle Zuwendung erfahren

Mutter von  F. (Realschule)

Mein Sohn ist hier einer unter vielen mit gleichen Problemen und die Eltern sind mit Ihren Sorgen nicht allein.

Mutter von M.-J. (Grundschule)

Wir sind extra aus Pforzheim hierher gezogen, weil unser Kind beidseitig CI implantiert ist und im BBZ Stegen es alle Bildungsmöglichkeiten hat wie in einer allgemeinen Schule. Inklusion wird momentan auf Kosten der behinderten Kinder umgesetzt.

Mutter von N. (Gymnasium)

Die Hörschädigung unseres Sohnes wurde sehr spät erkannt und er konnte aufgrund engagierter Lehrkräfte der allgemeinen Schule sowie eines hochqualifizierten Sonderpädagogischen Dienstes des BBZ Stegen recht lange die allgemeine Schule besuchen. Leider ist er dann in eine weiterführende Schule gewechselt, welche die Hörbehinderung negiert hat und es gab massive Schulprobleme. Daraufhin wechselte er an das BBZ Stegen in die Realschule mit seinen kleinen Klassen und der individuellen Förderung. Leider musste er dann auch das Internat besuchen, was er inzwischen allerdings sehr schätzt, weil er dort sehr viele soziale Kontakte knüpfen konnte. Nach den Ferien freut er sich immer wieder wenn er nach Stegen darf und auch in den Ferien haben die Schülerinnen und Schüler aufgrund der neuen Medien vielfältige Kontakte. Das BBZ Stegen ist keine Einbahnstraße! (November 2013)

Eltern von D.(Gymnasium):

Unser Sohn D. war noch im Kindergarten, seine Hörschädigung war gerade festgestellt worden, als Frau L., die Hörgeschädigtenpädagogin im Rahmen der Frühförderung uns von einer „Integrationsschule für Hörgeschädigte“ in Überlingen am Ried berichtete. Wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Gedanken über die Einschulung gemacht und wurden somit zum ersten Mal mit der Problem konfrontiert, dass Hörgeschädigte in der Welt der "normal Hörenden"  im Nachteil sind.

Nachdem wir uns ausführlich mit diesem Thema auseinander gesetzt hatten, nahmen wir Kontakt zu Frau B. auf, welche in Überlingen als Hörgeschädigtenlehrerin in einer Außenklasse tätig war. Dabei wurde uns so viel Informatives mitgeteilt, dass es uns ein leichtes war, D.  dort zur Einschulung anzumelden.

Als es dann soweit war, dass das  4. Schuljahr sich dem Ende neigte, teilte uns Frau B. in zwei Gesprächen mit, dass sie es von Vorteil sähe, wenn wir die Möglichkeit nutzen, um Dennis in Stegen für die weiterführende Schule anzumelden.

Wir ließen uns auch diesbezüglich beraten und einigten uns soweit, dass D. für eine Probewoche am Internatsleben teilhaben soll.
Nach weiteren Gesprächen, auch mit anderen Eltern und D. selbst, gelangten wir zur Überzeugung, dass es für D. das Beste sei, wenn er seinen weiteren Schulbesuch in Stegen absolvieren soll.

Bis heute  sind wir Frau L. dankbar, denn erst da erfuhren wir, welche Möglichkeiten Eltern eines hörgeschädigten Kindes haben, um diesem eine bestmögliche Ausbildung bieten zu können. Gleichsam gilt unser Dank auch den Grundschullehrerinnen, die mit dafür sorgten, dass D. jetzt das BBZ Stegen und dort inzwischen das Gymnasium besucht.

Dezember 2013


Familie B. (Grundschule-Außenklasse)

Warum wollten wir, dass unser hörgeschädigtes Kind ins BBZ geht und sind dafür extra in den Schwarzwald gezogen?

Für uns fiel nach langer Beschäftigung mit dem Thema Hörschädigung (beidseitige CI-Versorgung) und Schule die Wahl auf das BBZ, da hier folgende positive Rahmenbedingungen gegeben sind:
Hier gibt es eine Rundumbetreuung mit einem sehr breiten pädagogischen Angebot
Alle Möglichkeiten der Beschulung von der Grundschule bis zum Abitur und dabei optimale Durchlässigkeit in den Schulsystemen - gewährleistet die individuell beste Förderung jedes einzelnen Kindes.
Hörschädigung  taucht  in extrem  verschiedenen  Formen  auf, daher braucht  jedes Kind auch eine individuelle Form der  Förderung und Betreuung -  dies  ist  hier  gewährleistet.
Viele  ehemalige  Schüler  sind in der Berufswelt voll  integriert- insofern wurden sie im BBZ  optimal  auf  das Leben nach der Schule  vorbereitet.
 Sobald Anregungen an  Pädagogen herangetragen werden, werden  diese immer offen  angehört. Wenn  dies  sinnvoll und machbar erscheint,  werden Sie auch entsprechend  umgesetzt.  
Immer  ein  offenes  Ohr,  die  Kinder  werden ernst  genommen.
Wenn  Probleme bekannt sind  wird versucht, diese  sofort  aus der  Welt zu schaffen wegen des guten Rufes.
Inklusion  ist hier nicht  nur ein Modewort, sondern  hier wird Sie auch gelebt.
Die  doppelte  Lehrerbesetzung in den Außenklassen
Nutzung  der FM-Anlage und  optimale  Akustik  der Räume
Kinder  werden dort „abgeholt“, wo Sie stehen und auf den für Sie bestmöglichen Weg  gebracht  

Januar 2014


Frühere Aussagen von Eltern zum BBZ Stegen:

Die Mutter von F., welche am "Schrei" teilgenommen hat, sprach mich nach dem Konzert an:
Wenn man ihr gesagt hätte, dass dieses Häufchen Elend, das sie in der dritten Klasse nach Stegen brachte, mal strahlend und selbstbewusst auf der Konzertbühne stehen würde, hätte sie das nie für möglich gehalten. Dann dachte sie kurz nach und fügte hinzu: "Das ist die Stegener Handschrift. Kinder aus dem tiefsten Dreck ziehen und ihnen Vertrauen schenken."

Juni 2009

 

Stellungnahme zum Schulwechsel von J.  M. an das BBZ Stegen aus der Sicht der allgemeinen Schule:

J. wies zunehmend Schwierigkeiten in der Bewältigung ihres Schulalltags auf. Dies zeigte sich sowohl in ihren Leistungen, wie auch im Verhalten. Aufgrund der erschwerten Bedingungen, wie die Klassengröße von 31 Kindern und die lärmverstärkende Räumlichkeit des Klassenzimmers, ist es für J. nahezu unmöglich, dem Unterrichtsgeschehen zu folgen. Zusätzlich empfindet sie, wie sich auch aus Gesprächen mit ihr ergab, die "Andersartigkeit" durch ihre Hörschädigung als zunehmend belastend und dies geht so weit, dass sie sich teilweise weigert, ihre Hörhilfe im Unterricht zu benutzen, um nicht aufzufallen. Aber selbst bei konzentriertem Zuhören mit der Hörhilfe ist eine präzise Kanalisierung des wichtigen Unterrichtsstoffes für ein Kind mit Hörschädigung nicht realisierbar, da die Lautstärke, in speziell ihrer Klasse zu hoch ist. Um J. eine gerecht Chance auf Bildung zu gewährleisten, sehen wir die Möglichkeit des Schulwechsels als erforderlich.

Dezember 2008

 

Stellungnahme bezüglich Umschulung unserer Tochter S.

Sehr geehrter Herr M.,

unserer Tochter S. ist von Geburt an hochgradig hörgeschädigt, rechts taub, links Hochtonabfall ab 1.000 Hertz. Sie besuchte den Regelkindergarten mit Integrationsplatz, wie auch die Regelschule mit sonderpädagogischem Förderbedarf. S., wir als Eltern und die Regeleinrichtungen wurden durchgängig und regelmäßig von der Hörgeschädigtenschule Frankfurt begleitet und beraten.

Nach der bisherigen gesamten Schulzeit im Regelschulsystem unter Einsatz von räumlicher und technischer Ausstattung wie auch der Beratung kann S. nicht mehr dem Unterricht ihren Möglichkeiten entsprechend folgen. Die Frustration während des Schulmorgens und die häusliche Nacharbeit haben S. und die Familie im letzten Schuljahr zunehmend belastet. S. ist mittlerweile demotiviert, fühlt sich in der Schule nicht mehr wohl, hat resigniert, zog sich innerlich immer mehr zurück, war häufiger krank. Die Schulleistungen haben inzwischen sehr darunter gelitten. Der Unterrichtsstoff wird immer sprachlicher, die Mikroweitergabe fällt den Schülern schwer, sodass S. vollauf damit beschäftigt  ist, mitzubekommen worum es geht. Sie arbeitet praktisch nicht mehr mündlich mit. Dies ist für Mitschüler und Lehrer irritierend. Mit Beginn des laufenden Schuljahres ist ihr Helfersystem weggebrochen.

Alles zusammen hat für uns alle miteinander deutlich gemacht, dass S. Hörschädigung sie mittlerweile in ihrem schulischen Alltag stärker beschneidet als wir es gedacht haben. Die Entwicklung bis zum jetzigen Punkt hat sich über zwei Jahre aufgebaut, wobei es immer aktuelle Gründe gab, schulische Veränderungen, Lehrerwechsel, Veränderungen in der Klassendynamik, Pubertät(!), die für uns Ursache für verschiedene Schwierigkeiten schienen.

Inzwischen ist uns aber deutlich geworden, dass S. massive Hörschädigung in all diesen Situationen eine ausschlaggebende Rolle gespielt hat. Unserer Meinung nach benötigt S. einen verstärkt auf Hörgeschädigte zugeschnittenen Unterricht, um den ihr angemessenen schulischen Weg gehen zu können und so nicht unendlich viel Kraft für die Kompensation der Rahmenbedingungen zu verlieren.

Die Probewoche in Stegen hat S. und uns bestätigt, dass dies der absolut richtige Schritt wäre. Sie war begeistert, wie leicht es ihr fallen kann, Unterricht zu folgen. In dieser Woche ist unsere Tochter völlig aufgeblüht, äußerte Ziele und zeigte wieder Motivation.

Wir bitten Sie daher um Aufnahme unserer Tochter an Ihrer Schule.

Oktober 2011

 

Liebe Frau R.,

zum Ende der Schulzeit von F. möchte ich mich auf diesem Weg noch einmal recht herzlich für die schöne Schulzeit bedanken.

Ich habe für diesen Brief ziemlich lange gebraucht, weil mir eigentlich die Worte fehlen um zu beschreiben wie gut Stegen für F. und für mich/uns war.

F. kam in der dritten Klasse als ein kleines Bündel Mensch nach Stegen, traumatisiert von der Grundschule und vielen vielen Klinikaufenthalten. Sie war damals ein Kind ohne jegliches Selbstvertrauen. Von ihrer damaligen Grundschullehrerin bekamen wir sogar den sicherlich gut gemeinten Ratschlag, F. auf eine Schule für Lernbehinderte zu tun. Dank ihnen und dem gesamten Kollegium ist F. Lebensweg ein anderer geworden. Nie hätten wir gedacht …. und Sie bestimmt auch nicht wirklich,  dass F. eine solche Prüfung hinlegt.

Dabei haben Sie und die ganzen Kollegen der Realschule einen riesigen Anteil daran. Nun ist es Zeit Abschied aus diesem so sicheren Hafen zu nehmen. Dies tun wir mit einem lachenden, aber auch mit zwei weinenden Augen. Aber wir wissen nun wie selbstbewusst F. geworden ist und sie wird ihren Weg gehen.

Ihnen und dem gesamten Kollegium einen riesigen Dank.

Juli 2010

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

… was noch gesagt werden sollte …

als Eltern eines Sohnes, dem es schwer fiel zu lernen und der dennoch Schule weiter machen wollte, sind wir froh und dankbar, dass ihn sein Weg nach Stegen führte, er dort eine Chance bekam, lehrreiche Jahre verbrachte und nun doch glücklich sein Ziel erreicht hat.

Wir möchten Ihnen - sicher auch im Namen anderer Eltern - herzlich für Ihre Unterstützung über die Jahre hinweg, in denen unsere Kinder erwachsen und flügge wurden, danken!

Es ist wunderbar, dass es eine Schule für hörbeeinträchtigte Kinder wie in Stegen gibt und mit ihr die Lehrer, Erzieher und sonstigen Kräfte.

Juli 2010