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Unsere Schüler können einen gleichwertigen Bildungsabschluss wie Realschüler an den allgemeinen Realschulen in Baden-Württemberg erlangen.

Auch in der Realschule für Hörgeschädigte gelten die Bildungspläne (mit den Bildungsstandards und dem Fächerkanon), die Diagnose- und Vergleichsarbeiten und die Prüfungsanforderungen der allgemeinen Realschulen.

In Klasse 7 wählen unsere Schüler ein Wahlpflichtfach. Dies ist ein 5. Kernfach neben Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaftlichem Arbeiten (NWA).

Zur Auswahl stehen die Wahlpflichtfächer „Technik" und „Mensch und Umwelt". Sollten wir genügend Interessenten haben, bieten wir auch „Französisch" an.

In Klasse 10 erfolgt die zentrale Abschlussprüfung. Hier arbeiten wir mit einer allgemeinen Realschule im Umland zusammen, korrigieren jeweils die Arbeiten der anderen Schule und prüfen die Schüler in gemeinsamen Prüfungsteams.

Die landesweit zentral gestellten schriftlichen Abschlussarbeiten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik kommen auch an unserer Schule zum Einsatz.

Des Weiteren absolvieren unsere Schüler die EuroKom-Prüfung in Englisch, die Fachinterne Prüfung (FIP) im Wahlpflichtfach, die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung (FÜK) sowie ggfs. mündliche Prüfungen in den bereits schriftlich geprüften Fächern.

 

Damit unsere Schüler den ihrem Leistungsvermögen entsprechenden Schulabschluss erreichen können, unterstützen wir sie durch folgende Maßnahmen:

  • Wir versuchen ein möglichst optimiertes akustisches Lernumfeld zu schaffen: Wir unterrichten in kleinen Lerngruppen mit max. 12 Schülern. So hat jeder Schüler direkten Sichtkontakt zu seinen Mitschülern, den Lehrern und der Tafel. Die Klassenzimmer sind schalloptimiert und alle Klassen sind mit FM-Hör-Sprechanlagen ausgestattet. So sollen unsere Schüler in die Lage versetzt werden, dem lautsprachlich geführten Unterricht ohne störende Nebengeräusche zu folgen.
  • Die kleinen Lerngruppen ermöglichen uns überdies differenzierte und individuelle Lernangebote anzubieten. Zur Verbesserung ihrer Sprach- und Sprechkompetenzen erhalten unsere Schüler sonderpädagogischen Förderunterricht in Einzel- oder Gruppenförderung.
  • Jede Klasse erhält ca. 20 Minuten die Woche eine „rhythmisch-musikalische Förderung" zur Verbesserung von Sprache und Artikulation sowie der auditiven Merkfähigkeit.
  • Die Eingangsklassen nehmen ein halbes Jahr am zweistündigen Projekt „MuTh" (Musik und Theater) teil. Hierbei werden Aufmerksamkeit, Präsenz, Selbstvertrauen und körperliche sowie sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten gestärkt.
  • Unsere Schüler bekommen etwas mehr Zeit als Schüler in allgemeinen Schulen. Alle Klassen erhalten in der Regel eine zusätzliche Stunde in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Die Klassenlehrer haben eine so genannte Klassenlehrerverfügungsstunde, in der sie mit ihren Klassen anstehende Themen ohne Zeit- oder Fächerdruck besprechen können.
  • In allen Klassenstufen erfolgen Einheiten zum Thema Hörgeschädigtenkunde. Unsere Schüler setzen sich hierbei immer wieder mit ihrer Hörschädigung, deren Ursachen, den medizinisch-technischen Unterstützungsmöglichkeiten sowie einem angemessenen und selbstbewussten Umgang mit derselben auseinander. Unsere Schüler sollen auf ein Leben nach Besuch der Sondereinrichtung vorbereitet werden.
  • Berufsvorbereitung: Unsere Schüler lernen ab der 5. Klasse in eintägigen Schnuppertagen die Arbeitswelt kennen. Ihr Soziales Engagement können sie in Klasse 7 während einer Woche in sozialen Einrichtungen entdecken. Konkrete Einblicke in Berufe erlangen sie während zweier jeweils einwöchiger Berufspraktika in den Klassen 8 und 9. Am Ende der Klasse 9 erfolgt eine intensive Berufsberatung unter Mitwirkung von Lehrern, Erziehern, Psychologen und des Reha-Beraters der Agentur für Arbeit.